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Die 1. Europäische Jahrestagung zur Kultur- und Kreativwirtschaft findet am Dienstag, den 1. Juli 2008 in Brüssel statt. Die Tagung wird veranstaltet und unterstützt vom Land Nordrhein-Westfalen, der Konrad-Adenauer-Stiftung, der RUHR 20.10 GmbH und der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit. Im Mai 2007 beschloss die Europäische Kommission eine neue Agenda zur Kulturpolitik und auch zur Kultur- und Kreativwirtschaft, die auf dem 1. Kultur-Forum der Europäischen Union in Lissabon diskutiert und präzisiert wurde. Im September 2007 wurde zudem die „Essener Erklärung“ verabschiedet, die die Ergebnisse des vom Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie und der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen veranstalteten internationalen Kongresses „Wandel durch Kulturwirtschaft: Perspektiven einer Zukunftsbranche“ zusammenfasst. Im März 2008 hat die Europäische Kommission das Jahr 2009 als Europäisches Jahr der Kreativität und Innovation vorgeschlagen. Im April 2008 war dann „Kultur als wirtschaftlicher Sektor“ Gegenstand der Plenartagung des Europäischen Parlaments. Von großer Priorität ist, dass die Politik mit den Akteuren der Kreativwirtschaft stärker kommuniziert und agiert. Dazu möchte die Europäische Jahrestagung der Kultur- und Kreativwirtschaft eine jährliche Plattform bieten, auf der sich die europäische Politik und die Akteure der Kreativwirtschaft informieren und die ökonomische Entwicklung und politische Unterstützung der Kultur- und Kreativwirtschaft in Europa vorantreiben können.
Von großer Priorität ist, dass die Politik mit den Akteuren der Kreativwirtschaft stärker kommuniziert und agiert. Dazu möchte die Europäische Jahrestagung der Kultur- und Kreativwirtschaft eine jährliche Plattform bieten, auf der sich die europäische Politik und die Akteure der Kreativwirtschaft informieren und die ökonomische Entwicklung und politische Unterstützung der Kultur- und Kreativwirtschaft in Europa vorantreiben können.
5,8 Millionen Beschäftigte erzielten rund 654 Mrd. Euro Umsatz in 2004 in den verschiedensten Branchen wie z.B. Literatur, Film, Musik, Architektur, Theater, Bildende Kunst, Tanz sowie Werbung, Design und Videospiele. Dieser Branchenkomplex „Kultur- und Kreativwirtschaft“ leistete einen Beitrag von 2,6% zum Bruttoinlandsprodukt in Europa, mehr als die Ernährungsbranche (1,9%) oder die Chemieindustrie (2,3%). Seit der Veröffentlichung dieser Zahlen ist die Kreativwirtschaft zu einem bedeutenden Thema der europäischen Politik geworden. Ausgaben für Kultur sind solide Investitionen, betont EU-Kommissar Ján Figel’.
Die RUHR.2010 meldet eine enge Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut: Dr. h.c. Fritz Pleitgen, Vorsitzender der Geschäftsführung RUHR.2010, betonte: „Über die Kooperationsvereinbarung mit dem Goethe-Institut sind wir überaus erfreut. Allein der Name ,Goethe’ öffnet im Ausland Tür und Tor. Das Goethe-Institut selbst hat international einen erstklassigen Ruf. Kurzum: einen besseren Botschafter, das Ruhrgebiet als Kulturhauptstadt Europas 2010 in aller Welt zu präsentieren, gibt es nicht.“ Die internationale Vernetzung ist ein wesentlicher Bestandteil der Kulturhauptstadt-Konzeption von RUHR.2010. Migration, Kulturwirtschaft und urbane Entwicklung sind Begriffe, die nicht nur in Europa sondern weltweit diskutiert werden. Als erste Kulturhauptstadt in der Geschichte des Titels hat RUHR.2010 diese Themen aufgegriffen und wird sie nun zusammen mit dem Goethe-Institut verstärkt in den internationalen Kulturdialog einbringen. Der Generalsekretär des Goethe-Institutes, Dr. Hans-Georg Knopp, meinte: „Mit RUHR.2010 wird das Ruhrgebiet zum kulturellen Kern Europas. Wirtschaftlich war es dies ja schon ganz zu Beginn – bei der Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl. Das Goethe-Institut wird alles tun, um die internationale Ausstrahlung des Projekts zu fördern. Unser gemeinsames großes Ziel ist es, mit RUHR.2010 Impulse zu setzen, die noch sehr lange positiv nachwirken." Die Vereinbarung regelt unter anderem die Kommunikation der Programminhalte von RUHR.2010 in den weltweit 147 Goethe-Instituten in 83 Ländern. Die Metropole Ruhr als Kulturhauptstadt Europas wird so in der ganzen Welt einem an deutscher Sprache und Kultur interessierten Publikum nahe gebracht. Außerdem sind gemeinsame Projekte geplant, die vor allem die beiden anderen Kulturhauptstädte Istanbul und Pécs einbeziehen sollen. Auch bei der EXPO 2010 in Shanghai, die unter dem Motto "Better city - Better life" steht, ist eine Kooperation geplant. Im Kuratorium der RUHR.2010 GmbH sind sowohl der derzeitige Präsident des Goethe-Institutes, Prof. Dr. h.c. Klaus-Dieter Lehmann als auch die ehemalige Präsidentin des Institutes, Prof. Dr. Jutta Limbach vertreten. Mit der Vereinbarung, die auf Initiative der Abteilung "Internationale Beziehungen" der RUHR.2010 GmbH zustande kam, werden die bestehenden Kontakte konkretisiert und erweitert.
Pressekontakt RUHR.2010: RUHR.2010 GmbH Pressestelle c/o Regionalverband Ruhr Jens Hapke Tel.: 0201 - 2069-495 Fax.: 0201 - 2069-501 E-Mail: hapke@rvr-online.de www.ruhr2010.de
Bundes- und Landesregierung haben die Bedeutung der Werbe- und Kreativwirtschaft gewürdigt. «Werbung aus Deutschland gewinnt im internationalen Vergleich zunehmend an Profil. Sie ist mit ihrerKreativität ein wichtiger Erfolgstreiber für unsere inländische Wirtschaft», sagte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium, Dagmar Wöhrl (CSU), am Donnerstag. Bundes- und Landesregierung haben die Bedeutung der Werbe- und Kreativwirtschaft gewürdigt. «Werbung aus Deutschland gewinnt im internationalen Vergleich zunehmend an Profil. Sie ist mit ihrer Kreativität ein wichtiger Erfolgstreiber für unsere inländische Wirtschaft», sagte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium, Dagmar Wöhrl (CSU), am Donnerstag bei einem Treffen mit Branchenvertretern in Düsseldorf. Die zur Kultur- und Kreativwirtschaft zählende Teilbranche «Werbung/Kommunikation» habe einen hohen Anteil an der volkswirtschaftlichen Wertschöpfung, betonte Wöhrl. Insgesamt rund 560 000 Beschäftigte seien direkt in diesem Bereich tätig. Weitere 250 000 Arbeitsplätze bestünden mittelbar, insbesondere im Bereich der Medien. Die Teilbranche «Werbung/Kommunikation» sei damit für die Beschäftigung annähernd so bedeutsam wie die deutsche Automobilindustrie, sagte die Staatssekretärin. «Werbung ist unentbehrlich für den Wettbewerb. Sie dient der Vermittlung von Informationen über das Marktgeschehen und der Schaffung von Transparenz, um differenzierte Entscheidungen treffen zu können», sagte die nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU). Insbesondere in Düsseldorf sei «ein sehr erfolgreiches Werbecluster" mit über 900 Agenturen und rund 6200 sozialversicherungspflichtigen Mitarbeitern entstanden. (Quelle ddp)
Wie eine veröffentlichte Analyse in der von der ARD veröffentlichen Fachzeitschrift "Media Perspektiven"ergab, dass auch in Zeiten von MP3-Playern und Multimedia Medien das Radio bei vielen Menschen beliebt ist. Nur junge Nutzer unter 24 Jahren schenken diesem Medium kaum noch Beachtung. Für die der Analyse zu Grunde liegende Studie "MA 2008 Radio I" wurden deutschlandweit 64818 Bürger zu ihren Hörgewohnheiten befragt. Die Ergebnisse wurden anschließend auf die Gesamtbevölkerung hochgerechnet. 79 % der befragten Menschen ab 14 Jahren hören täglich Radio, laut Autor Ulrich Neuwöhner mit einem Verweis auf die aktuelle Radio-Studie der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (AG.MA). Glücklicherweise gelingt es den Radiosendern konsequent, über 24 Jahre alte Hörerinnen und Hörer mit thematisch speziellen Programmen zu binden. Für das Radio spricht vor allem, dass es im Gegensatz zum TV oder Internet den Freiraum gewährt, nebenbei andere Tätigkeiten zu vollziehen. Vor allem die Musik ist bei jungen Hörerinnen und Hörer überaus wichtig. Von daher griffen viele von ihnen auf andere Musikmedien wie MP3-Player und Multimedia-Handys zurück. Um gezielt die jungen Nutzer zurückzugewinnen, sollten die Radio-Sender mehr individuell nutzbare Inhalte anbieten.