www.kultur-wirtschaft.org www.kultur-politik.org info@schwall.com
Telefon: 0228 - 26 51 36
Wie leben wir miteinander in der internationalen Stadtgesellschaft, wo eröffnen sich neue Räume, wie kann eine Großstadt im Einklang mit der Umwelt wachsen? Mit dieser Frage lädt die Internationale Bauausstellung (iba) in Hamburg zu einer Werkstattschau ein, die erste Entwürfe und Pläne für die Zukunft der Metropole zeigen will. Studenten der "University of Massachusetts Amherst" in den USA präsentieren hier ihre Entwürfe, die auch die Entwicklung der Kulturwirtschaft als Mittel der Zukunftsgestaltung einer Stadt empfehlen. Das ist im Prinzip keine Neuigkeit, doch in der Anwendung für die IBA Hamburg ist dies hochspannend, ist doch Hamburg selbst ein Ort genau jener Stadtentwicklung durch und für die "Kreative Klasse". [ weiter ... ]
Dr. Bernhard Rohleder, Geschäftsführer der Bitkom (Bundesverband Informationswirtschaft Technologie und Neue Medien), erklärt im Interview mit PORTEL, wie Inhalteanbieter und Betreiber von Kommunikationsnetzen in "ihren Geschäftsmodellen aufeinander angewiesen". Am 18. September beschäftigt sich das IfKom-Symposium mit dem Thema "Global Unified Information". Doch was fair für den einen ist, ist unfair aus der anderen Sicht. "Faire" Worthülsen haben in der seit Jahren andauernden Diskussion zu keiner Lösung geführt. In Frankreich und England hat die Politik kürzlich zu gesetzlichen Maßnahmen gegriffen, um die angebliche Monopolstellung der Netzbetreiber einzuschränken und zu Verhandlungslösungen mit Inhalteanbietern zu "bewegen". Man mag dies bejubeln als einen Schritt in die richtige Richtung für die Inhalteanbieter; doch ist auch klar, dass schwache Netzbetreiber keine starken Partner für Inhalteanbieter sein können. Doch genau dies ist das Ziel: Zwei Partner, die stark sind - aber nicht auf Kosten des jeweils anderen. Der Interessensausgleich von Bitkom und Inhalteanbietern ist freilich nicht nur eine Frage von mehr oder weniger Gewinn der einen oder anderen Firma. Es ist eine der Kernfragen für die Zukunftsfähigkeit der Globalisierung - gelingt dieser Interessensausgleich könnte die Qualität der Inhalte im Internet steigen und einen neuen Boom der digitalen Globalisierung auslösen. Zum Interview [ weiter ... ]
Die Überlegungen der Bundesregierung für ein Werbeverbot treffen erwartungsgemäß auf den Protest der Werbeindustrie. Doch jetzt äußern sich auch Landespolitiker kritisch. Wie die Gamesindustrie muss sich auch die Werbeindustrie den gesellschaftlichen Folgen ihrer Leistungen stellen. Nur scheinbar machen Werbefirma eine WErbekampagne für ein Produkt. Längst setzen sie damit Trends und fördern gesellschaftliche Werte - insbesondere bei Jugendlichen bedarf es also der gesellschaftlichen Debatte. Bernd Wegner, Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im saarländischen Landtag zu den Plänen der Bundesregierung: „Ein generelles Werbeverbot für Alkohol ist der falschen Weg. Der vermehrte Alkoholkonsum insbesondere von Jugendlichen ist, wie die Berichte über das Komasaufen eindrucksvoll belegen, besorgniserregend. Jetzt müssen wir diskutieren, wie man dem Problem begegnen kann. Ein Verbot von Werbung für Alkohol führt meiner Meinung nach nicht dazu, dass die Jugendlichen weniger Alkohol konsumieren. Zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts führte nicht einmal das generelle Verbot von Alkohol in Amerika (Prohibition) zu einem Verzicht der Gesellschaft auf Alkohol. Er trieb lediglich die ganze Sache in die Illegalität.“ Ein generelles Werbeverbot führt auf der anderen Seite zu Einnahmeverlusten bei der Werbeindustrie und gefährdet somit Arbeitsplätze. Hinzu kommen schmerzliche Einnahmeverluste bei Vereinen und kulturellen Veranstaltungen, bei denen insbesondere die Werbung der Brauereien ein wesentliches Finanzierungsinstrument darstellt. „Wir müssen eine intensive Diskussion führen, wie der Alkoholkonsum von Jugendlichen eingeschränkt werden kann. Statt Verboten sollten wir lieber an den Schulen und in den Vereinen eine intensive Aufklärung über die Gefahren des Alkoholkonsums betreiben und die bestehenden gesetzlichen Vorgaben ausschöpfen. Ein Werbeverbot für Alkohol schadet vielen Vereinen in unserer Gesellschaft, die wertvolle Jugendarbeit und Gesundheitsprävention leisten. Sie sind auf diese Sponsoringgelder angewiesen, um ihren Vereinsbetrieb aufrecht zu erhalten. Ich bin gegen eine Gesellschaft, die alles und jedes verbietet. Die Politik, von der EU angefangen, mischt sich immer mehr in die persönlichen Rechte und Entscheidungen der Bürgerinnen und Bürger ein. Dies ist so nicht hinnehmbar“, so Bernd Wegner.
Der Konrad-Wolf-Preis 2008 wird von der Akademie der Künste in Berlin an Sion McBurney am 19. Oktober verliehen. ddp meldet: "Der 1957 in Cambridge geborene McBurney studierte an der Theaterschule Jacques Lecoq in Paris. 1983 gründete er die internationale Theatergruppe Complicite, deren Künstlerischer Direktor er bis heute ist. Bei mehr als 30 Produktionen wirkte er als Autor, Regisseur oder Schauspieler mit. Im Kino war er zuletzt in der «Der goldene Kompass» mit Daniel Craig und Nicole Kidman zu sehen. Der nach dem langjährigen Präsidenten der Akademie der Künste der DDR benannte Konrad-Wolf-Preis zeichnet seit 1986 jährlich herausragende künstlerische Leistungen aus, insbesondere auf dem Gebiet der Darstellenden Kunst und der Film- und Medienkunst. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderen Andres Veiel, Lars von Trier, Michael Haneke, Volker Schlöndorff, Jürgen Flimm, Margarethe von Trotta, Peter Konwitschny und Katharina Thalbach."
Die Games Convention Family startet am 21. August: Software und Spiele sind - von vielen Erwachsenen unverstanden und nur widerwillig wahrgenommen - die Jugendkultur des beginnenden 21. Jahrhunderts geworden. Die GC family will informieren, "welche Spiele für welche Altersgruppe sinnvoll sind und was derzeit an guter Info- und Edutainmentsoftware auf dem Markt ist." Es wird damit geworben, dass Sie "spielerisch erfahren", wie gute Software aussehen muss und wie man Kindern und Jugendlichen einen vernünftigen Umgang mit den Medien beibringt. " Was hier ganz theoretisch klingt, bedeutet praktisch sehr viel Spielspaß. Denn GC family hat 5 Spieleinseln eingerichtet, die sich mit Softwareangeboten auf ein bestimmtes Thema konzentrieren. Hier können Sie Games selber spielen, sich von Experten beraten lassen oder sehen, wie Kinder mit ihnen umgehen. Die Games der Spieleinseln sind unter anderem „Kuck mal! – Die Steinzeit“ (USM), "Genius – Im Zentrum der Macht“ (Cornelsen) , „Almanca“ (digital publishing), „Lernvitamin Mathematik 5. Klasse“ (Cornelsen), „Fragenbär – Richtig schreiben“ (Spielend Lernen Verlag), Spiele-Insel „Multiplayer“, „Frag doch mal die Maus“ (EMME), „TrackMania – United Forever“ (Deep Silver), “Historische Brettspiele Vol. 1“ (dtp), „rFactor“ (Koch Media) und andere mehr. Zur Games Convention Family [ weiter ... ]